2020 wird ein spannendes Jahr für die Elektromobilität. Neue CO2-Flottengrenzwerte treten in Deutschland in Kraft – und das könnte Auswirkungen auf den gesamten deutschsprachigen Raum haben. Sie stehen Elektroautos noch unsicher gegenüber oder überlegen, ob Ihr nächstes Auto ein elektronisches sein soll? Unser Überblick gibt Ihnen die wichtigsten Infos: Wie sich das E-Auto fährt, was es kann und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

 

Rund eine Million zugelassene Elektroautos hatte sich die deutsche Politik für 2020 auf die Fahnen geschrieben. Ein Ziel, dass klar verfehlt wird. Aktuell sind laut ADAC nur circa 284.000 E-Autos auf deutschen Straßen unterwegs. In Österreich wurden im Jahr 2018 fast 7.000 Elektroautos zugelassen – Tendenz steigend: Der Trend zum elektronisch betriebenen Wagen verläuft unter Österreicher*innen verhältnismäßig steil. Dennoch machen E-Autos hier nur zwei Prozent aller Neuzulassungen aus. Wie sich der Markt 2020 verändert, bleibt spannend, denn in Deutschland greifen dann zum ersten Mal die CO2-Flottengrenzwerte, die von der EU festgesetzt wurden, um den Klimaschutz zu stärken. 2020 kann also zum Jahr der Elektromobilität werden – und vielleicht sind sie mit einem eigenen E-Auto mit dabei? Falls Sie noch unentschlossen sind: Hier kommen die wichtigsten Infos auf einen Blick.

 

Entspanntes Fahrgefühl, modernes Lebensgefühl

Klar: Anschaffungskosten, Fahrzeugleistung und Co. sind beim Kauf eines Neuwagens entscheidend. Aber auch das Fahrgefühl muss stimmen – und das ist beim Elektroauto ein ganz besonderes. Denn ein E-Auto beschleunigt nahtlos ohne Schaltvorgänge und das bei vollem Drehmoment. Und das Beste: Das Auto ist dabei fast mucksmäuschenstill. Das bedeutet allerdings auch, dass man sich als Verkehrsteilnehmer*in – egal ob Fußgänger*in oder am Steuer – etwas umstellen muss. Generell gilt: Die Fahrt mit dem Elektroauto ist mit einem verbrennungsmotorbetriebenen PKW nicht zu vergleichen. E-Autos läuten das Unterwegssein der Zukunft ein und stehen für ein modernes Lebensgefühl. Vielleicht genau Ihr Ding?

 

Wirtschaftlichkeit: Finanzielle Förderung und geringere Betriebskosten

Aber ein Elektroauto hat noch mehr in petto und punktet auch in Sachen Preis. So wird die Anschaffung eines E-Wagens unter anderem mit einem Steuernachlass belohnt. So können Sie, wenn Sie das E-Auto privat nutzen, seit März 2019 in Österreich eine Prämie in Anspruch nehmen, dank der Sie beim Kauf eines Elektroautos oder PKW mit Brennstoffzelle mit 3.000 Euro gefördert werden. Bei einem Plug-In-Hybriden sind es immerhin noch 1.500 Euro. Werfen wir einen Blick auf die Anschaffungskosten, denn die können auf den ersten Blick abschrecken. Tatsächlich sind die meisten Elektroautos bei der Anschaffung teurer als ein PKW mit Verbrennungsmotor und ähnlicher Ausstattung. Wer sich für eine Akkumietvariante entscheidet, kann hier noch einmal sparen. Wichtig ist aber: Die Betriebskosten eines E-Autos sind deutlich niedriger. Denn Strom ist im Vergleich zum Kraftstoff circa halb so teuer und auch bei der Wartung können Sie von ungefähr halb so hohen Kosten ausgehen. Ein Elektroauto lohnt sich außerdem als Firmenwagen. Die Vorsteuer gibt’s zurück und die Privatnutzung ist von der Besteuerung des Sachbezugs befreit. Fazit: Innerhalb weniger Jahre, haben Sie die etwas höheren Anschaffungskosten wieder drin und fahren ab diesem Zeitpunkt deutlich günstiger.

 

So umweltfreundlich ist das Elektroauto mit Batterie

Eine Frage, die immer wieder gern diskutiert wird: Ist das E-Auto wirklich so umweltfreundlich wie es tut? Die Antwort gleich vorweg: Ja, das Elektroauto tut der Welt um einiges besser als der Verbrennungsmotor. Vorausgesetzt, es wird mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen. Denn Elektroautos sind energieeffizient: Der Wirkungsgrad eines E-Autos liegt bei 60 Prozent während Verbrennungsmotoren nur auf 16 Prozent kommen. Außerdem stoßen sie lokal keinerlei Emissionen aus. Hier kann kein PKW mit Verbrennungsmotor mithalten. Wichtigster Punkt in der Debatte um die Ökobilanz des E-Autos ist der Akku. Denn dieser wird sehr energieintensiv produziert, was erst mal eine negative Ökobilanz vermuten lässt. Diese wird aber bei längerfristigem Betrieb des Elektroautos wieder ausgeglichen, sodass das Fazit dennoch positiv ausfällt. Gleichzeitig wird an neuen Akkumodellen geforscht und hoffentlich bald eine noch umweltschonendere Alternative entwickelt.

 

Knackpunkt Reichweite: So weit kommen Sie mit einer Akkuladung

Die Frage nach der Reichweite eines Elektroautos ist eine der relevantesten, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen. Die Reichweite gibt an, wie viele Kilometer Sie mit einer Akkuladung zurücklegen können. Entscheidend sind also Ihre Fahrgewohnheiten und täglichen Wege. Auch wenn sich die Reichweite je nach Autotyp (zum Beispiel Hybridauto versus reines E-Auto), Außentemperatur und Fahrstil unterscheidet, können Sie grob davon ausgehen, dass Sie mit einer Akkuladung ungefähr 100 bis 200 Kilometer schaffen. Die meisten Autofahrer*innen fahren im Schnitt 50 Kilometer pro Tag. Das E-Auto qualifiziert sich so schon mal als hervorragender Kandidat für Ihren Alltag und für überschaubare Strecken. Knifflig wird es, wenn Sie eine lange Autofahrt in den Urlaub planen oder den Wagen, zum Beispiel bei einem Umzug, stark beladen von A nach B bringen wollen. Hier können E-Autos an ihre Grenzen kommen. Wichtig ist dennoch: Wie oft kommen diese Situationen überhaupt vor? Wenn Sie Ihre Alltagsfahrten problemlos mit der Reichweite des Elektroautos bestreiten können oder hauptsächlich im Städtischen unterwegs sind, könnte die Elektro-Variante das perfekte Erstauto für Sie sein.

 

Tankstellen und Ladestationen für Elektroautos

Stichwort Reichweite und Akkuladung: Wie laden Sie Ihr E-Auto eigentlich auf? Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten: zu Hause über die Haushaltssteckdose, über eine zusätzliche Wandladebox (geht schneller) oder über eine der öffentlichen Ladestationen an Tankstellen. Circa 90 Prozent aller Elektroautofahrer*innen laden zu Hause, wer unterwegs „nachladen“ muss, macht an einer Tankstelle Halt. Am praktischsten ist die Aufladung über Nacht, da der Akku – je nach Leistung – zwischen sechs und elf Stunden braucht, um wieder voll leistungsfähig zu sein. Wer unterwegs an einer Ladestation auftanken will, lädt sich am besten eine passende App aufs Smartphone, die eine Übersicht über alle Tankstellen gibt. Auch das Navi weiß in der Regel Bescheid. Super ist auch, dass das Netz an Ladestationen kontinuierlich ausgebaut wird. Wichtig: Wählen Sie beim E-Auto-Kauf die Option für beschleunigtes Laden und lassen Sie von einem/einer Elektriker*in prüfen, ob Ihre Steckdose zu Hause geeignet ist.

 

Technische Ausstattung: innovativ, hochwertig, sicher

Technisch können Elektroautos meist mit innovativen Funktionen und hoher Qualität überzeugen. So sind zum Beispiel Sitzheizungen, die neuesten Navigationssysteme und moderne Fahrzeugsoftware so gut wie immer Standard. Natürlich kommen beim E-Auto auch Anzeigen zur aktuellen Reichweite und Akkuladung hinzu, damit Sie immer wissen, wann Sie nachladen müssen. Dabei berücksichtigt das Auto auch Ihre individuelle Fahrweise und Wetterbedingungen. Elektronik und die Batterie kommen in der Regel auch mit hohen Garantieleistungen, sodass Sie hier auf der sicheren Seite sind. Apropos sicher: E-Autos gelten insgesamt als ebenso sicher wie PKW mit Verbrennungsmotor. Denn in Sachen Sicherheit kommt es in erster Linie auf die Bauweise an.

 

Ausblick: Elektroautos 2020

Wir haben es schon erwähnt: 2020 wird es spannend in Sachen E-Mobilität. Renault, Hyundai und natürlich Tesla sind nur einige der Hersteller, die schon überzeugende E-Auto-Modelle im Programm haben. Auch VW will sich noch stärker dem E-Segment widmen und bis 2022 an 16 internationalen Standorten Elektroautos herstellen. Es ist deswegen nicht ausgeschlossen, dass mit wachsendem Angebot die Preise fürs E-Auto sinken. Auch interessant: Forscher arbeiten an einer Hochenergie-Batterie für Autos, die die Ladedauer des Akkus auf Minuten reduzieren soll. Wer also mit der Idee vom eigenen Elektroauto liebäugelt, sollte 2020 Neuerscheinungen und News im Auge behalten.

 

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Quellen:

ADAC

ÖAMTC

Spiegel.de