Bevor Sie mit Ihrem Auto auf Österreichs Straßen unterwegs sein dürfen, müssen Sie Ihren PKW anmelden, beziehungsweise zulassen. Wie die Kfz-Zulassung abläuft, welche Unterlagen Sie dabei haben sollten und in welchen Fällen Sie um- oder abmelden müssen, verraten wir hier.

 

Sie haben ein neues Auto? Glückwunsch! Bevor die Fahrt losgehen kann, müssen Sie nicht nur mindestens eine neue Kfz-Haftpflicht abgeschlossen haben (zum Beispiel bei nexible*), sondern den Wagen auch anmelden. So geht’s.

 

Ablauf des Zulassungsprozesses

Eins nach dem anderen: Bevor Sie zur Zulassungsstelle fahren, müssen Sie sich um die Versicherung Ihres PKW kümmern – denn ohne Versicherungsbestätigung kann Ihr Auto nicht angemeldet werden. Sobald die Haftpflicht-Versicherung abgeschlossen ist, kann der Zulassungsprozess starten:

  1. Finden Sie die Zulassungsstelle, die für Ihren Wohnbezirk – oder bei Firmenwagen für Ihren Unternehmensstandort – zuständig ist. Dabei hilft die Online-Auskunft des Versicherungsverbands Österreich.
  2. Wenn Sie Ihre Kfz-Haftpflicht bei nexible abschließen, bekommen Sie kurz nach Vertragsabschluss einen Anruf unseres Partners durchblicker.at. Geben Sie Ihre Zulassungsstelle an, und Ihre nexible-Versicherungsbestätigung wird automatisch übermittelt.
  3. Um das Auto anzumelden, stellen Sie den Antrag persönlich in der Zulassungsstelle. Achten Sie darauf, dass Sie alle notwendigen Unterlagen dabei haben.
  4. In der Zulassungsstelle werden Ihre Daten erfasst, danach setzen Sie Ihre Unterschrift auf das Antragsformular. Sie können den Antrag persönlich stellen oder eine Vertreterin / einen Vertreter schicken, wenn Sie eine schriftliche Vollmacht ausstellen.
  5. Danach wird Ihnen die Zulassungsbescheinigung ausgehändigt. Die „klassische“ Bescheinigung ist im Papierformat. Sie können für Teil 1 der Zulassungsbescheinigung aber auch auf den Scheckkartenzulassungsschein in Chipkartenformat umsteigen. Dieser wird Ihnen innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung zugeschickt. Bis dahin bekommen Sie eine befristete Zulassung auf Papier. Wichtig: Der Scheckkartenzulassungsschein kostet 23,30 Euro extra.
  6. Bei Bedarf können Sie direkt eine Zweitausfertigung der Zulassungsbescheinigung beantragen, die entsprechend gekennzeichnet ist. Eine zusätzliche Chipkartenversion kostet dann noch einmal 23,30 Euro.
  7. Außerdem bekommen Sie vor Ort das Fahrzeug-Genehmigungsdokument. Unbedingt aufheben, denn wer das Auto künftig noch mal zulassen möchte, braucht dafür genau dieses Dokument.
  8. Fast geschafft: Noch die Gebühren zahlen und sie bekommen direkt in der Zulassungsstelle Ihr Kfz-Kennzeichen und die Begutachtungsplakette.

Soll ein Auto auf mehrere Personen angemeldet werden, geht das auch – über die sogenannte Zulassungsbesitzergemeinschaft. Dafür muss jede Person nachweisen können, dass sie rechtmäßige*r Besitzer*in des PKW ist.

 

Auto anmelden: Diese Unterlagen brauchen Sie

Diese Unterlagen müssen in der Zulassungsstelle vorliegen:

  • Amtlicher Lichtbildausweis der Antragstellerin / des Antragstellers
  • Gegebenenfalls eine schriftliche Vollmacht, falls Sie einen Wagen als Vertreter*in anmelden wollen
  • Abfrage des Wohnsitzes beim Zentralen Melderegister. Diese Anfrage wird von der Zulassungsstelle durchgeführt.
  • Versicherungsbestätigung
  • Genehmigungsdokument oder Genehmigungsnachweise (Typenschein, Auszug aus der Genehmigungsdatenbank, Einzelgenehmigung)
  • Bei Gebrauchtwagen: Kaufvertrag, Unterlagen, die den Kauf belegen (zum Beispiel Rechnung), ein gültiges, positives §57a KFG-Gutachten (wenn das Auto bereits der wiederkehrenden Untersuchung unterliegt.)
  • Bei Leasingfahrzeugen: Leasingbestätigung
  • In Sonderfällen, wie bei Eigenimporten, Firmenwagen oder Personen unter 18, können zusätzliche Dokumente benötigt werden. Machen Sie sich in diesen Fällen direkt bei der Zulassungsstelle schlau.

Kosten für die Zulassung

Das kostet die Anmeldung Ihres Autos**:

  • Abfrage übers Zentrale Melderegister: 1,10 Euro
  • Behördenanteil und Bearbeitungsleistung: circa 170 Euro
  • Begutachtungsplakette: 1,90 Euro
  • Kennzeichentafeln für PKW und LKW: 21 Euro (keine Kosten, wenn kein neues Kennzeichen benötigt wird)
  • Scheckkartenzulassungsschein (optional): 23,30 Euro

Kurz gesagt: Bei einer Neuzulassung Ihres PKW sollten Sie mindestens mit circa 190 Euro rechnen.

 

So bekommen Sie Ihr Wunschkennzeichen

Viele wünschen sich ein Kfz-Kennzeichen mit persönlicher Note – zum Beispiel Geburtsdaten oder Initialen. Für Ihr Wunschkennzeichen müssen Sie vorab einen Antrag auf Reservierung bei der für Sie zuständigen Zulassungsbehörde stellen. 15 Jahre lang bleibt eine Reservierung bestehen und kann danach für weitere 15 verlängert werden. Sollten Sie das Wunschkennzeichen innerhalb von fünf Jahren nach der Reservierung noch nicht in Anspruch genommen haben, erlischt die Reservierung und das Kennzeichen ist wieder „frei“. Übertragen können Sie das reservierte Kennzeichen dabei nicht – es ist an Sie als Antragsteller*in gebunden.

Sobald Sie Ihr Wunschkennzeichen nutzen wollen, können Sie die Kennzeichentafel in der Zulassungsstelle bestellen und auch dort abholen.

Die Kosten für Ihr persönliches Wunschkennzeichen
  • Bewilligung: 228,30 Euro
  • Kennzeichentafel: 21 Euro
  • Verlängerung der Reservierung: 214 Euro

Ummeldung bei Umzug oder Namensänderung

Sie ziehen um oder ändern Ihren Namen und wissen nicht, ob Sie die der Zulassungsstelle die neuen Daten melden müssen? Grundsätzlich gilt: Sie sind dazu verpflichtet, Änderungen zu melden, die die behördlich vorgenommenen Eintragungen in der Zulassungsbescheinigung betreffen – und zwar innerhalb von sieben Tagen.

Ob Sie eine neue Anschrift melden müssen, hängt von Ihrer Behördenabkürzung und der zuständigen Behörde ab. Das bedeutet:

  • Ändert sich Ihre Behördenabkürzung nicht, dann bleibt die Zulassungsbescheinigung auch mit den alten Daten gültig und Sie müssen nichts tun.
  • Wenn sich Ihre Behördenabkürzung ändert, die zuständige Behörde aber dieselbe bleibt, müssen Sie Ihre Änderung melden. Dafür haben Sie eine Woche nach Adressänderung Zeit.
  • Ändern sich sowohl Behördenabkürzung als auch zuständige Behörde, müssen Sie Ihr Auto abmelden und am neuen Hauptwohnsitz neu anmelden. Das passiert im besten Fall zeitgleich mit der Hauptwohnsitzverlegung.

Wann und wie Sie Ihr Auto abmelden

Wenn Ihr Auto nicht mehr im Straßenverkehr zum Einsatz kommt, Sie den PKW weiterverkauft haben, keine Kfz-Haftpflichtversicherung besteht oder wenn das Auto nach einem Umzug in einer anderen Behörde gemeldet werden muss, müssen Sie den Wagen abmelden. Auch für die Abmeldung müssen Sie persönlich zur Zulassungsstelle, können mit einer schriftlichen Vollmacht aber auch eine*n Vertreter*in schicken.

Für die Abmeldung fallen keine Kosten an. Diese Unterlagen müssen Sie aber dabei haben:

  • Amtlicher Lichtbildausweis
  • Gegebenenfalls eine schriftliche Vollmacht, falls Sie einen Wagen als Vertreter*in abmelden wollen
  • Zulassungsbescheinigung (Teil 1 und Teil 2)
  • Genehmigungsdokument oder Genehmigungsnachweis
  • Kennzeichentafeln

Auto abmelden nach Todesfall

Wenn ein Auto aufgrund eines Todesfalls abgemeldet werden muss, muss sich die Person an die Zulassungsstelle wenden, die den Nachlass vertritt und verwaltet. Das kann zum Beispiel ein*e Notar*in sein. Für die Abmeldung sind in diesem Fall zusätzliche Unterlagen nötig:

  • Zustimmungserklärung des/der Notar*in beziehungsweise der Person, die den Nachlass verwaltet
  • Einantwortungsurkunde (in Erbfällen)

Übrigens: Eine Kfz-Versicherung können Sie nach einem Todesfall nicht direkt übertragen. Sind Sie bei nexible versichert, können Sie über durchblicker.at einen neuen Vertrag abschließen und müssen den PKW anschließend auf Ihren Namen anmelden. Wenn Sie einen Bonusstufenverzicht durchführen wollen – das heißt, Sie übernehmen die Bonus-Malus-Stufe des/der Verstorbenen – ist das möglich, wenn ein Verwandtschaftsverhältnis gegeben ist und Sie über 25 Jahre alt sind. Kontaktieren Sie nexible in diesem Fall direkt per Mail.

 

Wenn Sie für Ihr neues Auto noch eine Kfz-Haftpflicht brauchen, bevor es zur Zulassung geht: Kommen Sie doch zu nexible! Hier erfahren Sie mehr – und können sich auch direkt Ihre Prämie berechnen lassen.

* Die nexible Kfz-Haftpflicht Autoversicherung ist ein Produkt des Risikoträgers nexible Versicherung AG

 

** Stand: Januar 2020

Quellen: ÖEAMTCoesterreich.gv.atvvo.at

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