Smart Home – was bedeutet das eigentlich? Welche Systeme und Anwendungsbereiche gibt es? Wir geben einen Überblick zum Thema Smart Home und helfen bei den ersten Schritten zu einem smarteren Zuhause.

Alles wird digitaler, auch die eigenen vier Wände. Wir verraten, was hinter einem Smart Home steckt und wie Sie die neuen Systeme und Funktionen zu sich nach Hause holen können.

Was ist eigentlich ein Smart Home?

Kurz gesagt: Mit einem Smart Home sollen Wohnen und Leben entspannter und besser werden – und zwar dank verschiedener technischer Systeme und Geräte. Es wird automatisiert oder ferngesteuert, sodass Sie sich im besten Fall um weniger kümmern müssen. Ein Konzept, das gut ankommt: Eine Bitkom-Studie hat 2019 rausgefunden, dass immerhin drei von zehn Deutschen bereits mindestens eine Smart-Home-Anwendung nutzen. Am beliebtesten: Lichtsysteme und digitale Thermostate. Dabei steuern stolze 80 Prozent ihr smartes Heim übers Smartphone. Doch auch die, die auf Sprachsteuerung setzen, holen langsam auf. Die Steuerung wird dabei immer leichter und ist natürlich auch übers Tablet, Fernbedienungen oder Smartwatches möglich. Aber es geht nicht nur um Komfort: Smart Homes können das Leben auch günstiger und sicherer machen. Denn wenn sich Ihre Heizung ausschaltet, sobald das Fenster offen ist, sparen Sie Energiekosten. Und gerade ältere Menschen profitieren von unterstützender Technik, die Ihnen Wege und Handgriffe erspart und vielleicht sogar Ihre Gesundheit im Blick hat – zum Beispiel über Notfallsensoren, die Stürze erfassen. Klingt gut? Finden wir auch. Aber wie sieht das ganze konkret im Alltag aus?

Smart Home im Überblick: Diese Systeme gibt es

Der Smart-Home-Kosmos ein riesiges Feld mit verschiedensten Funktionen und Anwendungsbereichen. Man unterscheidet grob in diese Kategorien:

Hausautomation

In diese Kategorie fallen automatisierte Funktionen, die in einem privaten Zuhause direkt mit dem Haus verbunden sind – zum Beispiel die Beleuchtung, die Alarmanlage oder Jalousien. Sie steuern zum Beispiel mit dem Smartphone, wann die Heizung anläuft und haben automatische Einstellung für Ihre Leuchten. So können Sie Ihr Haus sogar „belebt“ erscheinen lassen, wenn Sie gar nicht da sind. Eng damit verknüpft sind smarte Zählsysteme, die zum Beispiel Ihren Energieverbrauch in Echtzeit messen.

Smarte Haushaltsgeräte

Schlösser, die sich automatisch öffnen, wenn Sie sich der Tür nähern oder Bescheid geben, wenn Sie vergessen haben, abzuschließen. Rasenmäher, die allein ihre Runden drehen. Kaffeemaschinen, die Ihnen bereits eine Tasse aufgebrüht haben, wenn Sie gerade erst aus dem Bett gestolpert sind – all das ist möglich mit automatisierten Haushaltsgeräten.

Vernetzte Unterhaltungselektronik

Auch in dieser Kategorie geht es darum, dass Funktionen – ganz einfach ohne Ihr Zutun – im Hintergrund ablaufen oder Medien auf allen Geräten im Haus automatisch verfügbar gemacht werden. Sie laden zum Beispiel einen neuen Lieblingssong hoch und können diesen sofort sowohl über den Fernseher im Wohnzimmer als auch übers Smartphone hören, da die Geräte miteinander vernetzt sind. Automatisch und zentral gespeichert wurde die neue Datei natürlich auch bereits.

Automatisch mehr Sicherheit

Sicherheit ist einer der Hauptgründe, warum auf Smart-Home-Konzepte gesetzt wird. Dabei können Sie Ihr Zuhause mit Sensoren oder Technik so ausstatten, dass Sie sofort Bescheid wissen, sobald der Rauchmelder anspringt oder sich jemand im Haus befindet. Auch möglich: Aus der Distanz die Tür übers Smartphone öffnen und immer wissen, wer gerade vor der Tür steht. Da es auch Systeme gibt, die zum Beispiel die Luftqualität messen, können smarte Systeme auch gesundheitsschädliche Aspekte für Sie im Blick haben.

Die beliebtesten Smart-Home-Anwendungen (Bitkom, 2019)

Intelligente Beleuchtung: 18 Prozent
Intelligente Heizung: 14 Prozent
Intelligente Alarmanlage: 14 Prozent
Intelligente Video-Überwachung: 12 Prozent

Die ersten Schritte zu Ihrem Smart Home

Sie wollen Ihr Zuhause smart aufrüsten? Diese Schritte helfen bei der Planung:

Legen Sie die Komplexität fest. Die Anzahl an möglichen Systemen für ein Smart Home sind fast endlos. Von einfachen ergänzenden Geräten und Funktionen, die Sie selbst installieren können, bis zu komplexen Anwendungen, die professionell eingerichtet werden müssen, ist alles möglich. Fragen Sie sich, wie komplex und teuer es werden darf.

Verschaffen Sie sich einen Überblick. Schnappen Sie sich Stift und Papier und skizzieren Sie Ihr Leben zuhause: Welche Bereiche und technischen Geräten gibt es? Dabei sollten Sie von Heizung über Beleuchtung, von Sensoren, Rauchmeldern und Smart TVs bis zur Fritteuse oder dem Saugroboter oder Wäschetrockner alles notieren. Auch eine Toilettenbrille lässt sich inzwischen über Sprache steuern. Es lohnt sich also, alle Funktionen ihres Haushalts zu sammeln, um zu evaluieren: Was ist überhaupt möglich, wo wünsche ich mir Optimierung oder Ersparnis und was ist gut wie es ist?

Spielen Sie Ihren Alltag durch. Was machen Sie nach dem Aufstehen als Erstes? Welche Handgriffe und Tätigkeiten prägen einen durchschnittlichen Tag? Ein Notizbuch hilft beim Festhalten und Erkennen von Gewohnheiten und bei der Entscheidung: will ich mir jeden Morgen meinen Kaffee selbst kochen oder verschafft es mir mehr Lebensqualität, wenn ich diese Anwendung automatisiere? Überlegen Sie auch, ob eine Sprachsteuerung besser zu Ihnen passt, oder ob die Steuerung übers Smartphone Ihr Ding ist.

Ein smartes Zuhause will man am liebsten gar nicht verlassen – wer in den eigenen vier Wänden entspannt und effizient arbeiten will, bekommt hier die passenden Tipps. Und falls es doch mal langweilig wird, sagen wir Ihnen hier, was gegen den Lagerkoller hilft.

So starten Sie: Smart-Home-Systeme für Einsteiger*innen

Eine gute Planung ist das A und O. Dennoch sind einige Systeme bereits beliebt und bewährt – und vielleicht auch etwas für Sie. Mit dabei: Siri und Alexa, zwei Damen, beziehungsweise Sprachsteuerungssysteme, die Sie sicher kennen. Siri sitzt in Apple-Geräten, Alexa in Amazon-Produkten, das Google-Äquivalent heißt Google Assistent. Alexa kann zum Beispiel Ihre Lieblingsmusik abspielen, den aktuellen Wetterbericht liefern, an Termine erinnern und verknüpfte Geräte steuern. Dabei lernt sie immer dazu und passt sich an Sie und Ihre Bedürfnisse an.

Innogy bietet seinen Kund*innen ein Smart-Home-System rund um Energie und Hausautomation, das auch mit Alexa und Co. verknüpfbar ist. Was unter anderem drin steckt: Automatisches Heizen, Blick auf effizientes Heizen und Lüften und ferngesteuerte Beleuchtung.

IKEA bietet mit „TRÅDFRI“ ein smartes Lichtsystem an, WLAN-Stecker bieten eine Top-Basis und auch smarte Mähroboter oder WLAN-Kaffeemaschinen sorgen einzeln für mehr Komfort und fügen sich gleichzeitig perfekt in umfassende Smart-Home-Systeme ein. Auch App-gesteuerte Rauchmelder sind eine gute Investition für mehr Sicherheit in den eigenen smarten vier Wänden.

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Quellen: wikipedia.org, computerbild.de, golem.de, bitkom.org, homeandsmart.de

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