Die Autos, die auf deutschen Straßen unterwegs sind, haben im Schnitt fast zehn Jahre auf dem Buckel. Rund ein Viertel aller Autos ist sogar älter als 15 Jahre. Das ist aber noch lange kein Grund, technisch nicht trotzdem vorne mitzuspielen. Neue Technik für Ihr altes Auto: Das sind unsere Tipps fürs PKW-Upgrade.

Klarer Fall: Auch wenn Ihr Auto nicht das allerneuste ist, kann es trotzdem mit moderner Technik, sicheren Tools und praktischen Funktionen ausgestattet sein. Heute schauen wir uns an, wie Sie Ihren PKW mit Bluetooth, Einparkhilfe, WLAN, Dash Cam, LED und besserem Sound upgraden können.

Tipp 1: Bluetooth nachrüsten für wenig Geld

Bluetooth im Auto ist praktisch, aber nicht immer ab Werk vorhanden – gerade dann nicht, wenn Ihr PKW schon ein paar Jahre alt ist. Über Bluetooth können Sie zum Beispiel Freisprechanlagen und Lautsprecher verknüpfen und sind so sicherer und mit besserem Sound unterwegs. Wollen Sie Ihrem alten Auto ein Bluetooth-Upgrade verpassen, brauchen Sie einen Bluetooth-Sender und einen Empfänger. Den Empfänger können Sie am leichtesten nachrüsten, wenn Ihr Autoradio mit einem USB-Anschluss oder Klinkenanschluss der Größe 3,5 Millimeter ausgestattet ist. Der Klinkenanschluss versteckt sich übrigens manchmal auch im Handschuhfach oder auf der Mittelkonsole. Wer mit USB-Anschluss unterwegs ist, hat es besonders leicht: Besorgen Sie sich einen Bluetooth-Adapter, einstecken, fertig! Aktivieren Sie Bluetooth auf Ihrem Smartphone (oder anderen Geräten) und los geht’s. Wer über den Klinkenanschluss geht, muss sich zusätzlich um die Stromversorgung kümmern. Deswegen macht ein Adapter mit integriertem Akku Sinn.

Tipp 2: Einparkhilfe auch für alte Autos

Wer mit einem relativ neuen Wagen unterwegs ist, hat die Einparkhilfe meist standardmäßig mit an Bord. Aber auch alte Autos müssen nicht auf Assistenz beim Parken verzichten und können nachrüsten: Entweder mit einer Einparkhilfe, die akustische Signale gibt oder einer, die grafisch aushilft.

  1. Für die akustische Einparkhilfe werden meist Sensoren eingebaut. Eine gute Alternative sind auch Kennzeichenhalter, in denen Sensoren und die notwendige Technik mit Kabeln, Steuerung und Lautsprechern bereits integriert sind. Die Installation kann knifflig sein, denn die Sensoren müssen perfekt platziert werden, oft muss eine Sensorplatte verbaut werden. Im Vorderteil des Autos muss zusätzlich ein Empfänger angeschlossen werden. Sollten Sie kein Kfz-Profi sein, empfehlen wir, eine Werkstatt zu beauftragen.
  2. Die Installation einer optischen Einparkhilfe läuft ähnlich ab, wobei im Cockpit zusätzlich ein Monitor eingebaut wird. Außerdem können Sie sich zwischen einem Assistenzsystem mit Kamera, die das echte Bild überträgt, und einem, das die Parksituation grafisch abbildet, entscheiden. Die Premiumlösung ist natürlich die Kamera – auch, weil dieses System bereits kleine Hindernisse erkennt, die Sensoren nicht erfassen können. Auch hier gilt: Geben Sie die Installation am besten in eine Werkstatt.

Ab 2022 werden einige Assistenzsysteme für Neuwagen zu gesetzlich vorgeschriebener Pflichtausstattung. Dazu gehören auch Rückfahrsensoren oder Rückfahrkameras. Auch wenn diese Regelung nur für Neukäufe gilt, wird deutlich: Assistenzsysteme machen Sinn und sorgen für sicheres Autofahren.

Smartphone liegt auf rechtem Bein eines Autofahrers

Tipp 3: Unterwegs mit WLAN to go

Sie wollen Ihr Auto mit mobilem WLAN ausstatten? Gar kein Problem. Den passenden Router-to-go gibt es von verschiedensten Herstellern und die Installation ist meist in wenigen Schritten erledigt: SIM-Karte einstecken und schon kann es losgehen. Über eine passende App können Sie die Einstellungen anpassen. Wie wäre es zum Beispiel mit diesem Gerät von Huawei? Verbindet bis zu zehn Geräte mit dem Internet, liefert WLAN in LTE-Geschwindigkeit, ist keine zehn Zentimeter groß und kostet um die 50 Euro. Wenn Ihnen das nicht reicht, gibt es nach oben hin keine Grenzen: Mehr Leistung, ein starker Akku – das gibt es zum Beispiel mit diesem Modell von netgear. Gute Fahrt in Ihrem mobilen Hotspot!

Tipp 4: Alles im Blick mit nachgerüsteter Dash Cam

Dash Cams sind die Frontalkameras fürs Auto. Egal, was auf der Straße vor Ihnen passiert, eine Dash Cam zeichnet alles auf. Deswegen ist die Dash Cam eine enorme Hilfe, wenn Verkehrsabläufe dokumentiert werden sollen oder wenn Verkehrsunfälle uneindeutig sind. In diesen Fällen bezeugen Dash Cams, wie ein Unfall genau passiert ist. Dafür muss die Kamera nicht vorinstalliert sein und kann ebenfalls nachgerüstet werden. Dash Cams, wie die von Garmin, filmen nonstop hochauflösend mit und liefern oft sogar zusätzlichen Support: Der Spurhalteassistent oder das Kollisionswarnsystem sind teilweise integriert und machen Ihre Fahrt noch sicherer. Hat die Dash Cam ein WLAN-Modul, können Sie Ihre Aufnahmen sogar ruckzuck übertragen und verschicken. Neue Technik, die sich definitiv auch für alte PKW lohnt!

Tipp 5: Bessere Sicht dank LED

Ihr Auto fährt noch mit Halogen-Scheinwerfern? Der günstige Klassiker unter der den Auto-Leuchtmitteln ist Alternativen wie LED oder Xenon vor allem in zwei Punkten unterlegen: Eine kurze Lebensdauer und geringe Lichtausbeute. Die gute Nachricht: Ihre Lichtanlage kann auch nachträglich noch verbessert werden – und das sogar zu einem verhältnismäßig günstigen Preis: Zum Beispiel mit einem Nachrüst-System von Osram, mit dem Sie auf LED umsteigen, dem modernsten und langlebigsten Leuchtmittel für Ihren PKW. Mehr Sicherheit dank besserer Sicht – und das schon für zwischen 100 und 200 Euro. Wichtig: Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass Ihr Auto für das neue Leuchtmittel zugelassen und technisch kompatibel ist. Leider kommt das Licht-Upgrade nur für eine eingeschränkte Zahl an Modellen in Frage.

Tipp 6: Der Sound-Booster für Ihr Auto

Wer mit einem einfachen Werksradio und günstigen Lautsprechern auf Achse ist, weiß: Da geht noch was. Wenn Sie Ihren Lieblingssong aufdrehen wollen, der Klang aber für Ohrenschmerzen sorgt, ist es Zeit für ein besseres Soundsystem. Wenn Ihr Autoradio nicht hinter einem Display verbaut ist, haben Sie gleich mehrere Möglichkeiten:

  • Bauen Sie ein hochwertigeres Radio ein. Gute Modelle sind bereits für unter 100 Euro zu haben und die halbe Miete für einen guten Klang im Auto.
  • Machen Sie Platz für bessere Lautsprecher. Auch hier sind Sie ab rund 100 Euro dabei. Überlegen Sie, ob Sie nicht nur die in den Türen eingebauten Lautsprecher tauschen, sondern auch weitere Boxen ergänzen wollen.
  • Next-Level-Klang bietet ein Subwoofer. Obwohl ein neues Radio und neue Boxen meist ausreichen, kann ein Subwoofer, der den Bass optimiert, das Tüpfelchen auf dem i sein. Für den Einbau braucht es aber besondere Skills, weshalb Sie sich für diese Option an einen Profi wenden sollten.

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Bilder: iStock.com/Deagreez, iStock.com/MarioGuti

Quellen: mobile.demobile.de; expertentesten.de