Österreich liebt das das E-Bike! Und jetzt, wo der Frühling Fahrt aufnimmt, ist das Elektrofahrrad die perfekte Ergänzung zum Auto. Bereits 2018 war jedes dritte verkaufte Fahrrad in Österreich ein elektronisches – Tendenz steigend. Wir verraten, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Fahrräder sind echte Mobilitäts-Multitalente: Sie sind super fürs Klima, perfekt für innerstädtische Touren, platzsparend und gerade in Corona-Zeiten eine Top-Alternative zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Und fit machen sie auch noch. Besonders entspannt sind Sie mit dem E-Bike, beziehungsweise Pedelec, unterwegs. Das finden auch die Österreicher*innen, die sich seit Jahren regelmäßig in Europas Top 5 der größten Elektrorad-Fans einreihen. Mit unseren Tipps finden auch Sie ein E-Bike, das zu Ihnen passt.

Die Basics: E-Bike ist nicht gleich E-Bike

Der Begriff E-Bike hat sich inzwischen für jedes Zweirad, das elektronisch angetrieben wird, eingebürgert. Dennoch gibt es ein paar Unterschiede, die Sie kennen sollten, um das perfekte Rad für sich zu finden:

Die meisten Elektrofahrräder sind sogenannte Pedelecs. Sie dürfen genauso genutzt werden, wie klassische Fahrräder: Kein Führerschein nötig, keine Helmpflicht und Sie dürfen damit auf den Fahrradweg. Die Motorleistung liegt bei höchstens 250 Watt, beim Antrieb werden Sie mit bis zu 25 km/h unterstützt. Das bedeutet: Der Motor hilft nur, wenn Sie in die Pedale treten.

Beim S-Pedelec steckt schon mehr Power dahinter: Bis zu 450 Watt Motorleistung sind drin und eine Antriebsunterstützung bis zu 45 km/h. Mit dem S-Pedelec dürfen Sie nicht auf den Fahrradweg, Helm muss sein, Führerschein auch und Anhänger sind verboten. In der Regel brauchen Sie ab dieser Kategorie auch eine passende Haftpflichtversicherung. Auch hier gilt: Sie müssen radeln, damit der Motor läuft.

Das E-Bike ist das rasanteste Modell und eher ein Mofa als ein Fahrrad: Ein motorisiertes Zweirad, das nicht nur mit Antriebsunterstützung ausgestattet ist. Natürlich sind auch hier Führerschein, Versicherung und Helm nötig. Der Fahrradweg ist tabu.

Auch wenn sich E-Bike als allgemeiner Begriff etabliert hat, ist häufig das Pedelec oder S-Pedelec gemeint.

Das passende E-Bike zu Ihren Fahrgewohnheiten finden

Wer die Kategorien der elektronischen Zweiräder kennt, stellt sich jetzt am besten die Fragen:  Wie will ich das neue Gefährt nutzen? Welche Art von Fahrer oder Fahrerin bin ich? Suchen Sie ein Modell aus, das zu Ihren Fahrgewohnheiten passt. Wer eher sportlich unterwegs ist, wählt besser kein E-Bike, auf dem sie aufrecht sitzend gemütlich auf Achse sind. Sie wollen das E-Bike für die Familie und zum Einkaufen nutzen? Dann schauen Sie doch nach einem E-Lastenrad. Mit E-Mountainbikes touren Sie aktiv durch die Berge und ein S-Pedelec ist super für Pendler*innen.

Grundsätzlich gibt es für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis das passende Modell: Vom klappbaren E-Bike, das Sie als Bahnpendler*in auch in den Öffis gut transportieren können über ein City-E-Bike, mit dem Sie lässig durch die Stadt radeln bis zum E-Rennrad fürs rasante Trainingsprogramm.

Tipp für Unentschlossene: Ein Cross-E-Bike bietet das Rundum-Sorglos-Paket und bringt Sie überall souverän auf Touren.

Welcher Motor soll es sein? 

Der Motor ist natürlich das Herzstück des E-Bikes (oder Pedelecs). Auch hier gibt es Unterschiede. Empfohlen wird oft ein Mittelmotor. Dieser ist im Tretlager integriert und liefert eine hohe Leistung sowie ein geschmeidiges Fahrgefühl. Er verschleißt nicht zu schnell und ist schön leise. Viele Pedelecs deutscher Hersteller sind mit diesem Motortyp ausgestattet. Alternativ gibt es noch den Frontmotor, der für ebenes Gelände gut geeignet ist, aber den Schwerpunkt des E-Bikes nach vorne verlagert. Die letzte Option ist ein Heckmotor, der vor allem im Rennrad oder Mountainbike verarbeitet ist und entsprechend stark in Sachen Leistung und Kraftübertragung ist.

Grundsätzlich lohnt sich aber die Investition in hochwertige Technik etablierter Hersteller. Auch wenn die Kosten anfänglich höher sind, rentiert es sich auf lange Sicht.

Mann setzt Akku seines E-Bikes ein

Unterschiede beim Akku des E-Bikes

Thema Akku: Auch hier sind die persönlichen Vorlieben entscheidend – auch optisch, denn es gibt sowohl E-Bikes, bei denen der Akku integriert ist, als auch Modelle mit aufgesetztem Akku. Während Variante eins im Look mehr überzeugt und der Akku besser geschützt ist, ist Variante zwei vor allem praktisch, wenn der Akku geladen oder auch mal ausgetauscht werden soll. Leider verschiebt jedoch der aufgesetzte Akku auch den Schwerpunkt des Elektrofahrrads.

Der Akku beeinflusst unter anderem auch, wie die Reichweite Ihres E-Bikes ausfällt: Je neuer der Akku und je höher die effektive Kapazität, desto besser. Das sind aber nicht die einzigen Einflussfaktoren. Auch Steigungen, Gegenwind oder Unterstützungsstufen wirken sich auf die Reichweite aus. Deswegen ist diese auch nicht ganz so leicht zu berechnen oder zu vergleichen. Auch hier gilt: Eine Investition in Qualität lohnt sich.

Was Sie außerdem vorm E-Bike-Kauf bedenken sollten

  • Sie wollen Ihr 0815-Fahrrad pimpen und mit einem zusätzlichen Motor selbst zum E-Bike machen? Überlegen Sie es sich besser noch mal. Die Kosten einer Nachrüstung lohnen sich im Verhältnis nicht, denn das Ergebnis ist nicht mit einem E-Bike vom Hersteller vergleichbar. Auch Sicherheitsstandards müssen eingehalten werden und erschweren die Produktion eines DIY-Pedelecs.
  • Probefahrt nicht vergessen! Was beim Autokauf gilt, gilt auch beim E-Bike-Kauf: Testen Sie unbedingt vorab, ob das neue Pedelec oder E-Bike zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passt.
  • Da ein E-Bike nicht günstig ist, bieten viele Hersteller auch Finanzierungs- und Leasingoptionen. Informieren Sie sich auch, ob Ihr Arbeitgeber Sie bei der Anschaffung eines Dienst-E-Bikes unterstützt.
  • Planen Sie ein, dass ein E-Bike einiges wiegt und schwieriger zu transportieren und zu lagern ist. Vielleicht brauchen Sie einen gesonderten Stellplatz? Ein ebenerdiger mit Steckdose in der Nähe ist ideal.
  • Elektrofahrräder, insbesondere Motor und Akku, sollten besonders gut vor Diebstahl geschützt werden. Investieren Sie in ein hochwertiges Schloss und eventuell in einen GPS-Tracker.

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Quellen: statista.comvcoe.atbikeexchange.defahrradexperten.comemotion-technologies.de

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